Kontakt Zum Seiteninhalt springen

Mai 2015 – Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag

Rauchen schadet auch den Zähnen, dem Zahnfleisch und der Mundschleimhaut. Oft fragen sich Patienten aber, welche negativen Auswirkungen sich im Detail aus dem Rauchen ergeben können. Den Weltnichtrauchertag am 31. Mai nehmen wir daher zum Anlass, Ihnen einen Überblick über die möglichen Folgen zu geben:

Entzündliche Erkrankungen

Rauchen ist ein Risikofaktor für Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und die Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis). Weiterhin ist der Krankheitsverlauf der chronischen Parodontitis bei Rauchern meist schwerer und die Behandlung problematischer. Die Folgen einer fortgeschrittenen Parodontitis: Die Erkrankung schädigt den Kieferknochen und führt unbehandelt zu Zahnverlust.

Außerdem sind Zusammenhänge zwischen der Parodontitis mit Herz-/Kreislauferkrankungen und Diabetes bekannt. Einige wissenschaftliche Studien geben Anlass zu der Annahme, dass die Parodontitis zudem das Risiko einer Frühgeburt oder eines zu geringen Geburtsgewichtes erhöht.

Wichtig: Bei Rauchern sind die Symptome einer Parodontitis in früheren Erkrankungsstadien oft weniger auffällig als bei Nichtrauchern (Zahnfleischbluten wird seltener bemerkt – schleichende Entzündungs- und Schädigungsprozesse sind oftmals trotzdem bereits vorhanden).

Erhöhtes Risiko für Mundhöhlen- und Rachenkrebs

Auch das Risiko an Mundhöhlen- und Rachenkrebs zu erkranken, ist bei Rauchern deutlich erhöht. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10.000, in Österreich ca. 700 Menschen an Tumoren in der Mundhöhle oder im Rachen. 95 Prozent davon sind Raucher. Tabakrauch enthält zahlreiche Substanzen, die krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Ein Rauchstopp könnte viele Fälle von Mundhöhlen-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs von vornherein verhindern.

Weitere mögliche Folgen des Rauchens sind:

  • Verminderter Geruchs- und Geschmackssinn
  • Vermehrte Zahnsteinbildung und damit ein erhöhtes Entzündungsrisiko des Zahnfleisches
  • Zahnästhetik: dunkle Verfärbungen der Zähne
  • Zahnfleischrückgang, dadurch freiliegende, empfindliche Zahnhälse mit erhöhtem Kariesrisiko und überlang wirkende Zähne
  • Langsamere Wundheilung im Mund, weil die Tabakinhaltstoffe die körpereigene Immunabwehr schwächen
  • Die langsamere Wundheilung kann weiterhin zu einer verzögerten Einheilung von Implantaten führen.
  • Rauchen begünstigt außerdem das Entstehen von Entzündungen im Bereich eines Implantates (Periimplantitis). Dies kann zu einer geringeren Lebensdauer der Implantate führen.

Unser Mundgesundheits-Tipp für Raucher:

Nehmen Sie die regelmäßigen Vorsorgetermine in unserer Praxis wahr. Diese Kontrollen sind wichtig, um eventuelle erste Anzeichen von Erkrankungen zu erkennen und diese früh behandeln zu können. Wir nennen Ihnen gern die für Sie geeigneten Zeitabstände für die Vorsorgetermine.

 

Zur nächsten Mai-News: Was sind eigentlich Inlays?