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Mai 2015 – Was sind eigentlich Inlays?

Wenn die Zahnsubstanz durch Karies geschädigt wurde und zu einem „Loch“ im Zahn geführt hat, wird der Zahn mit einer Füllung wieder instandgesetzt.

Bei kleineren Kariesschädigungen verwendet man plastische Füllungen. Diese werden am Behandlungsstuhl direkt in das „Loch“ im Zahn eingefüllt und härten im Zahn aus. Für größere Schädigungen sind Inlays (auch „Einlagefüllungen“ oder „starre Füllungen“) besser geeignet. Sie werden indirekt, also außerhalb des Zahnes und meist nach einem Abdruck des präparierten Zahnes, angefertigt und dann als Ganzes in den Zahn eingefügt. Alternativ werden Inlays manchmal mit computergestützter Technik hergestellt.

Als Materialien für Inlays stehen Keramik, Goldlegierungen und (seltener) Kunststoff oder Titan zur Verfügung.

Keramikinlays

Keramikinlays sind sehr stabil, verträglich und lange haltbar. Zudem erschwert ihre glatte Oberfläche die Anhaftung von bakteriellen Belägen.

Vor allem erfüllen Inlays aus Keramik jedoch höchste Ansprüche an die Zahnästhetik. In Farbgebung, Lichtdurchlässigkeit und -reflexion können sie sehr genau an die umgebende natürliche Zahnsubstanz angeglichen werden. Auch die individuelle Zahnoberfläche mit ihren typischen Vertiefungen wird präzise nachempfunden. So fügen sich Keramikinlays nahezu „unsichtbar“ in die Zähne ein – oft kann nur noch ein Zahnarzt erkennen, dass der Zahn behandelt wurde.

Goldinlays

Goldinlays zeichnen sich vor allem durch ihre hervorragende Haltbarkeit von oft mehreren Jahrzehnten, die gute biologische Verträglichkeit und gute Verarbeitungsmöglichkeiten aus. Goldinlays sind glatte und extrem stabile Füllungen, die in ihrer Form gut an den Zahn angepasst werden können. Allerdings besitzen sie eine auffällige Farbe und werden daher heute meist nur noch im hinteren Backenzahnbereich verwendet.

Kunststoffinlays

Ähnlich den Keramikinlays sind Inlays aus Kunststoff körperverträglich, stabil und zahnfarben. Im Vergleich zu Keramikinlays sind sie jedoch kostengünstiger und aufgrund des weicheren Materials nicht so abriebfest und haltbar wie diese. Sie kommen daher vor allem als befristete Lösung in Frage.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in die verschiedenen Inlay-Ausführungen. Über spezielle Materialien und Herstellungsverfahren informieren wir Sie gern persönlich.

 

Zur nächsten Mai-News: Erst kontrollieren, dann starten!