Mai 2017 – Tipps zum Weltnichtrauchertag
Wie in jedem Jahr nehmen wir den Weltnichtrauchertag am 31. Mai zum Anlass, Wissenswertes zum Thema Rauchen und Mundgesundheit für Sie zusammenzufassen. Vielen Menschen ist zwar bewusst, dass Rauchen schadet, die konkreten negativen Auswirkungen sind jedoch häufig unbekannt.
Mögliche Folgen des Rauchens für Zähne und Zahnfleisch:
Zahnfleischentzündungen und Parodontitis
Rauchen ist ein Risikofaktor für Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und die Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis). Weiterhin ist der Verlauf der chronischen Parodontitis bei Rauchern meist schwerer und die Behandlung problematischer. Die Folgen einer fortgeschrittenen Parodontitis: Die Erkrankung schädigt den Kieferknochen und führt unbehandelt zu Zahnverlust. Nicht zu vergessen sind außerdem die Zusammenhänge zwischen der Parodontitis und Herz-/Kreislauferkrankungen, Diabetes und Rheumatoider Arthritis. Einige wissenschaftliche Studien geben zudem Anlass zu der Annahme, dass die Parodontitis das Risiko einer Frühgeburt oder eines zu geringen Geburtsgewichtes erhöht.
Symptome bei Rauchern weniger auffällig
Wichtig ist die Tatsache, dass die Symptome einer Parodontitis bei Rauchern in frühen Erkrankungsstadien oft weniger auffällig sind als bei Nichtrauchern: Zahnfleischbluten tritt seltener auf – dennoch sind schleichende Entzündungs- und Schädigungsprozesse oftmals trotzdem vorhanden!
Erhöhtes Risiko für Mundhöhlen- und Rachenkrebs
Auch das Risiko, an Mundhöhlen- und Rachenkrebs zu erkranken, ist bei Rauchern deutlich erhöht. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10.000, in Österreich ca. 700 Menschen an Tumoren in der Mundhöhle oder im Rachen. 95 Prozent davon sind Raucher. Tabakrauch enthält zahlreiche Substanzen, die krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Ein Rauchstopp könnte viele Fälle von Mundhöhlen-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs verhindern.
Weitere mögliche Folgen des Rauchens:
- Verminderter Geruchs- und Geschmackssinn
- Vermehrte Zahnsteinbildung und damit ein erhöhtes Entzündungsrisiko des Zahnfleisches
- Dunkle Verfärbungen der Zähne (schlechtere Zahnästhetik)
- Zahnfleischrückgang, dadurch sehr lang wirkende Zähne und freiliegende, empfindliche Zahnhälse mit erhöhtem Kariesrisiko
- Langsamere Wundheilung im Mund, weil die Tabakinhaltstoffe die körpereigene Immunabwehr schwächen
- Die langsamere Wundheilung kann weiterhin zu einer verzögerten Einheilung von Implantaten führen.
- Rauchen begünstigt außerdem das Entstehen von Entzündungen im Bereich von Implantaten („Periimplantitis“). Diese können zu einer geringeren Lebensdauer der Implantate führen.
Tipps für Raucher:
Nehmen Sie Ihre regelmäßigen Kontrolltermine in unserer Praxis wahr. Diese Kontrollen sind wichtig, um eventuelle erste Anzeichen von Erkrankungen zu erkennen und diese früh behandeln zu können. Wir nennen Ihnen gern die für Sie empfehlenswerten Zeitabstände für die Vorsorgetermine. Noch besser wäre es natürlich, den Nikotinkonsum stark einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten.
Zur nächsten Mai-News: Warum muss eine Wurzelbehandlung sein?