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Februar 2016 – Für wen eignen sich Implantate?

Wenn Zähne ersetzt werden müssen, stehen in der Regel mehrere Zahnersatzalternativen zur Auswahl. Immer häufiger bevorzugen Menschen heute „feste Zähne" auf Basis von Implantaten. Gegenüber herkömmlichen Brücken, Teil- oder Totalprothesen weisen diese oft deutliche Vorteile auf – und zwar in Hinblick auf Funktion, Komfort und Zahnästhetik.

Sind Zahnimplantate aber für alle Patienten geeignet?

Die Implantologie hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt. Heute kann nahezu jeder Patient mit implantatgetragenem Zahnersatz versorgt werden. Das Kieferwachstum sollte allerdings abgeschlossen sein. Bei sehr jungen Patienten sind Implantate demnach nicht zu empfehlen.

Wichtig ist außerdem, dass Zahnfleisch und Zahnhalteapparat (das Zahnbett) im Wesentlichen gesund sind. Zum Beispiel muss eine bereits bestehende Parodontitis vorab behandelt werden.

Knochenrückgang und allgemeine Erkrankungen

Die vielleicht wichtigste Voraussetzung für Implantate ist ein ausreichend hoher und breiter Kieferknochen im betreffenden Kieferabschnitt. Nur so können Implantate stabil verankert werden. Aber selbst Patienten mit Knochenrückgang können heute in den meisten Fällen mit Implantaten versorgt werden. Dazu stehen moderne Knochenaufbauverfahren zur Verfügung.

Ebenso schließen allgemeine Erkrankungen wie Diabetes oder Osteoporose eine Implantatbehandlung nicht grundsätzlich aus.

Eigene und professionelle Pflege

Implantate haben eine sehr gute Langzeitprognose. Voraussetzung für lange Haltbarkeit sind allerdings eine gute eigene Mundpflege des Patienten und die Wahrnehmung regelmäßiger Nachsorgetermine mit einer „Implantatprophylaxe“. Diese beinhaltet sorgfältige Kontrollen sowie die intensive Reinigung des Implantates und der Implantatumgebung. Ziel ist es vor allem zu vermeiden, dass sich bakterielle Beläge und Zahnstein im Bereich des Implantates ausbreiten.

Rauchen ist ein Risikofaktor

Rauchen ist ein Risikofaktor für den Erfolg der Implantatbehandlung, denn es führt zu einer schlechteren Durchblutung des Zahnfleisches und begünstigt Entzündungen und Wundheilungsstörungen. Implantatpatienten, die rauchen, sollten den Nikotinkonsum daher stark einschränken oder ganz darauf verzichten.

 

Zur nächsten Februar-News: Was heißt eigentlich „Endodontie“?