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Oktober 2022 – Weißere Zähne? Fehl­an­zeige!

Seit einigen Jahren gibt es im Handel spezielle Zahnpasten, die damit werben, Zähne aufhellen zu können. Doch die meisten dieser Versprechen werden nicht gehalten, wie die Stiftung Warentest vor wenigen Jahren bei einem Test mit 20 dieser Zahncremes herausgefunden hat.

„Whitening-Zahnpasten“ oder auch „Bleaching-Zahncremes“ enthalten gröbere, härtere oder mehr Putzkörper („Schleifkörper“, „Abrasivstoffe“) als normale Pasten. Daher können sie oberflächliche Beläge und Zahnverfärbungen etwas besser entfernen als diese, aber: Die eigentliche Zahnfarbe verändern sie nicht, da sie keine Bleichmittel enthalten, wie sie bei der eigentlichen Zahnaufhellung (Bleaching) verwendet werden.

Das bedeutet:

  • Wer nicht sowieso schon weiße Zähne hat, erhält sie auch nicht mit einer Whitening-Zahnpasta.
  • Nur Zähne, die tatsächlich deutliche äußere Verfärbungen aufweisen, werden durch Whitening-Zahnpasten heller. Allerdings leisten das auch ganz normale Zahncremes – aufgrund ihrer weicheren Putzkörper nur eben nicht ganz so deutlich wie Whitening-Zahnpasten.

Leider weisen nur wenige Hersteller auf den Tuben und Verpackungen darauf hin, dass ihre Zahnpasta maximal die natürliche Zahnfarbe hervorbringen kann – in der Regel wird der Käufer also falsch informiert. Allerdings können die getesteten Zahnpasten Karies durchaus vorbeugen. Deshalb schnitten sie insgesamt recht gut ab.

Zahnschäden sind möglich

Die gröberen Putzkörper in den Whitening-Zahnpasten führen dazu, dass die Pasten mehr vom Zahnschmelz abtragen als normale Pasten und somit bei langfristiger Verwendung Zähne schädigen können. Vor allem bei empfindlichen Zähnen und freiliegenden Zahnhälsen können sie Schmerzen auslösen. Whitening-Zahnpasten sollte also nur bei gesunden Zähnen ohne freiliegende Zahnhälse und am besten nicht dauerhaft verwendet werden.

Fazit

Für alle, die sich eine hellere Zahnfarbe wünschen, ist die eigentliche Zahnaufhellung (Bleaching) die Methode der Wahl. Dabei werden färbende Stoffe in der Zahnsubstanz zerstört und die Zähne somit insgesamt aufgehellt. Wenn die Zähne nur äußerlich verfärbt sind, erzielt man oft schon mit einer professionellen Zahnreinigung einen besseren Aufhelleffekt als mit einer Whitening-Zahnpasta.

 

Zur nächsten News dieses Monats: „Unsichtbare“ Kariesbehandlung