März 2021 – Zu wenig Knochen für Implantate?
Für den festen Halt von Implantaten ist es wichtig, dass der Kieferknochen im betreffenden Abschnitt über eine Mindesthöhe und -breite verfügt. Nur so können Implantate fest und sicher im Kiefer sitzen.
Bei einigen Patienten ist dies zunächst nicht gegeben, weil ihr Kieferknochen von vornherein nicht stark genug ausgeprägt ist oder sich im Lauf der Zeit zurückgebildet hat. Letzteres ist oft die Folge von Zahnlücken, die schon seit längerer Zeit bestehen: Wenn Zähne fehlen, wird an dieser Stelle des Kiefers ein Teil des Knochens abgebaut, weil dem Knochen der „Belastungsreiz“ durch die Zahnwurzel fehlt. Knochenrückgang tritt auch beim langjährigen Tragen von herkömmlichen Teil- und Totalprothesen auf, teilweise auch bei Brücken. Weiterhin kann der Knochen als Folge einer Entzündung wie der Parodontitis geschädigt sein.
Früher mussten Patienten mit Knochenrückgang, je nach Ausprägung, auf Implantate verzichten. Heute stehen moderne Knochenaufbauverfahren zur Verfügung, mit denen die nötigen Voraussetzungen in aller Regel geschaffen werden können.
Die Knochenaufbaubehandlung
Generell wird für den Knochenaufbau an der gewünschten Stelle entweder patienteneigener Knochen, Knochen von einem menschlichen Spender, Knochen tierischer Herkunft oder künstliches Ersatzmaterial bzw. eine Kombination aus diesen Varianten eingefügt. Dazu gibt es heute verschiedene Verfahren. Die Implantation der künstlichen Zahnwurzeln wird nach Einheilung des eingebrachten Knochens durchgeführt. Gegebenenfalls kann der Knochenaufbau gleichzeitig mit der Implantation in derselben Sitzung erfolgen.
Knochenaufbau nötig oder nicht?
Bei vielen Patienten ist genügend Knochen für den Halt von Implantaten vorhanden und ein Knochenaufbau daher nicht nötig. Ob der vorhandene Knochen im konkreten Fall ausreicht, wird bei jedem Patienten individuell im Rahmen der Voruntersuchung geklärt.
Zur nächsten März-News: Weiße Zähne durch Zahnpasta?