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Juli 2021 – Von Metall bis Voll­keramik

Wenn die natürliche Zahnkrone so stark geschädigt ist, dass eine Füllung bzw. ein Inlay nicht mehr ausreicht, kommt eine Krone zum Einsatz. Welche Kronenart gewählt wird, hängt von den Ansprüchen des Patienten und dem Budget ab. Die häufigsten Kronenarten im Überblick:

Vollgusskronen: haltbar, aber wenig ästhetisch

Vollgusskronen (auch Metallkronen) sind die einfachste Kronenart. Sie bestehen aus einer hochwertigen Goldlegierung, einer Legierung aus Nichtedelmetallen (NEM) oder aus dem Leichtmetall Titan. Vollgusskronen mit hohem Goldgehalt zeichnen sich vor allem durch ihre extreme Haltbarkeit von oftmals mehreren Jahrzehnten und eine gute Verträglichkeit aus. Der hohe Goldgehalt minimiert das Risiko von Unverträglichkeiten bzw. einer Veränderung der Oberfläche (Korrosion).

Weil eine geringe Materialstärke der Goldkronen ausreicht, bleibt im Vergleich zu anderen Kronenarten besonders viel der gesunden Zahnsubstanz erhalten. Ein Nachteil ist ihre auffällige Farbgebung. Deshalb werden Goldkronen meist nur noch im hinteren Seitenzahnbereich verwendet.

Verblendkronen: ästhetisch passables Erscheinungsbild

Verblendkronen sind Vollgusskronen aus Metall, die entweder rundum oder nur auf der gut sichtbaren Seite des Zahnes mit zahnfarbener Keramik beschichtet (verblendet) sind. Sie haben dort also die Farbe von Zähnen. Früher wurde Metall auch mit Kunststoff verblendet. Damit wurden jedoch unzureichende Ergebnisse in Bezug auf Ästhetik und Haltbarkeit erzielt.

Die Verblendung mit Keramik ist ein aufwendiger Vorgang, bei dem die Keramik bei hohen Temperaturen aufgebrannt wird. Verblendkronen verbinden die Vorteile von Vollgusskronen mit einem ästhetisch passablen Erscheinungsbild. Aufgrund der Verblendung muss allerdings mehr gesunde Zahnsubstanz entfernt werden als bei der Vollgusskrone.

Vollkeramik: hochästhetisch und biologisch verträglich

Vollkeramikkronen (auch Jacketkronen oder Porzellankronen) bestehen vollständig aus Keramik – es kommt kein anderes Material, wie etwa Metall, zum Einsatz. Vollkeramikkronen stellen die ästhetisch anspruchsvollste Kronenart dar: Da im Inneren kein Metall vorhanden ist, ahmen sie die Farbanmutung und die leichte Lichtdurchlässigkeit (Transluzenz) natürlicher Zahnsubstanz täuschend echt nach. Eine Vollkeramikkrone wirkt daher nahezu wie ein natürlicher Zahn.

Weitere Eigenschaften von Vollkeramikkronen:

  • Vollkeramik ist metallfrei und daher biologisch verträglich (biokompatibel). Eine Allergie bzw. Unverträglichkeit ist ausgeschlossen.
  • Es treten keine elektrischen Wechselwirkungen mit eventuell vorhandenen metallhaltigen Füllungen oder Zahnersatz auf. Zudem leitet Vollkeramik kaum Hitze- und Kältereize weiter.
  • Keramik ist auch bei geringer Materialstärke sehr belastbar und stabil.

 

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