November 2020 – Weltdiabetestag am 14. November
Am 14. November ist der Weltdiabetestag – und damit eine gute Gelegenheit, auf den engen Zusammenhang zwischen Diabetes und der Mundgesundheit hinzuweisen. Zudem geben wir Diabetespatienten praktische Tipps für ein gesünderes Leben.
Diabetes und Mundgesundheit beeinflussen sich gegenseitig
Bei Diabetikern ist das Risiko, an Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) zu erkranken, im Vergleich zu Nichtdiabetikern erhöht. Hohe Blutzuckerwerte schädigen die Blutgefäße, das Zahnfleisch neigt eher zu Entzündungen. Weiterhin heilen Wunden bei Diabetespatienten langsamer und die Anfälligkeit für Erkrankungen wie Mundsoor (eine Pilzinfektion) ist erhöht.
Was viele jedoch nicht wissen: Umgekehrt hat die Mundgesundheit Auswirkungen auf den Diabetes. Zahnfleischentzündungen und die Parodontitis können den Blutzuckerwert verschlechtern und den Diabetes verschlimmern.
Sind Zähne und Zahnfleisch gesund, lässt sich die Zuckerkrankheit leichter einstellen und kontrollieren. Bei Patienten mit Diabetes ist die Mundgesundheit demnach besonders wichtig.
Tipps für Diabetespatienten
Durch Vorsorgemaßnahmen können Diabetespatienten das Risiko für Entzündungen wie die Parodontitis verringern und so einem erhöhten Blutzuckerspiegel entgegenwirken bzw. diesen senken. Dazu gehören:
- Gründliches eigenes Zähneputzen mit zusätzlichen Hilfsmitteln wie Zahnseide und/oder Interdentalbürstchen
- Die Verwendung einer Zahncreme mit antibakteriellen und antientzündlichen Wirkstoffen
- Wahrnehmung der routinemäßigen Kontrollbesuche beim Zahnarzt
- Die regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Durch die gründliche Entfernung von Zahnbelägen werden die Gesamtzahl der Bakterien und entzündliche Prozesse vermindert. Wie oft eine solche Reinigung durchgeführt werden sollte, hängt vom persönlichen Erkrankungsrisiko ab.
- Falls bereits eine Parodontitiserkrankung besteht: sowohl eine konsequente Grundtherapie als auch eine darauffolgende Parodontitis-Nachsorge (auch als „Unterstützende Parodontitis-Therapie“ (UPT) bezeichnet).
Informieren Sie uns, wenn Sie Diabetespatent sind. Nur so können wir die Behandlung genau auf Sie abstimmen. Zum Thema Mundgesundheit und Diabetes beraten wir Sie gern persönlich.
Zur nächsten November-News: Bitte kein Metall im Mund!