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September 2016 – Bessere zahnärztliche Früherkennung für Kinder

Erfreulicherweise ist Karies bei den bleibenden Kinderzähnen in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Für Milchzähne gilt diese Beobachtung jedoch leider nicht: Nach aktuellen Studien haben bis zu 15 Prozent der zweieinhalbjährigen Kinder Karies – und der Anteil wächst weiter. Ursachen für die frühkindliche Karies sind vor allem ein hoher Zuckerkonsum (insbesondere nachts über Nuckelflaschen) und eine ungenügende Zahnpflege durch die Eltern.

Seit 1. Juli 2016: Änderungen beim „Gelben Heft“

Auf Vorschlag der Zahnärzte hat nun der Gemeinsame Bundesausschuss, das wichtigste Entscheidungsorgan der Gesetzlichen Krankenversicherung, beschlossen, dass das Kinderuntersuchungsheft (das „Gelbe Heft“) ab Juli 2016 bei den Untersuchungen U 5 bis U 9 verbindliche Verweise vom Kinderarzt zum Zahnarzt enthalten wird. Diese Untersuchungen gelten für Kinder vom sechsten Lebensmonat bis zum sechsten Lebensjahr.

Das „Gelbe Heft“ wird Eltern meist schon bei der Entbindung oder etwas später vom Kinderarzt ausgehändigt. Es enthält eine Übersicht über die in den einzelnen Altersphasen anstehenden Kinderuntersuchungen.

Versorgungslücke geschlossen

Frühkindliche Karies wird bisher viel zu spät entdeckt – mit entsprechenden Folgen für das bleibende Gebiss des Kindes und für seine Allgemeingesundheit. Nur, wenn Eltern die Zähne ihrer Kinder früher als bisher untersuchen lassen, kann Karies bei den ein- bis dreijährigen Kindern wirksam vermindert werden. Durch die Änderung im Untersuchungsheft ist dies nun möglich.

Ein wichtiger Schritt für gesündere Kinderzähne ist getan!

 

Zur nächsten September-News: Tag der Zahngesundheit am 25. September