Januar 2016 – Entzündungen durch Zahnstein?
Bakterielle Zahnbeläge (sogenannter Biofilm) bilden sich in unserem Mund täglich neu und sind die Hauptursache für Karies und Parodontitis. Darüber hinaus spielt bei der Entstehung von Erkrankungen jedoch Zahnstein (harter Belag) eine große Rolle, vor allem bei Entzündungen.
Die Gründe: Zahnstein erschwert die Zahnpflege. Er „blockiert“ den Zugang zu den Zahnzwischenräumen und verhindert somit die sorgfältige Reinigung mit Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürsten. Dazu kommt, dass Zahnbeläge auf der rauen Oberfläche des Zahnsteins besonders leicht haften bleiben und die Poren des Zahnsteins Bakterien einen idealen Lebensraum bieten.
Diese Eigenschaften des Zahnsteins wirken sich vor allem am Zahnfleischrand aus, denn dort hat Zahnstein direkten Kontakt mit dem Zahnfleisch. Zahnstein begünstigt daher die Entstehung von Entzündungen (Zahnfleischentzündung und Parodontitis) und trägt bei schon bestehenden Entzündungen zum weiteren Fortschreiten bei.
Tipps zum Thema Zahnstein
- Achten Sie auf eine gründliche häusliche Zahnpflege mit Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürstchen. Wo kein Biofilm vorhanden ist, kann sich auch kein Zahnstein entwickeln.
- Zusätzlich sind professionelle Zahnreinigungen notwendig, um Biofilme und Zahnstein auch an schwer erreichbaren Stellen zu entfernen.
- Lassen Sie vorhandenen Zahnstein regelmäßig beseitigen. Wir nennen Ihnen gern die für Sie empfehlenswerten Zeitabstände.
Hintergrundwissen: Was ist eigentlich Zahnstein und wie entsteht er?
Zahnstein wird auch als mineralisierter oder verkalkter Zahnbelag bezeichnet. Er bildet sich, wenn sich die im Speichel vorhandenen Mineralien Kalzium und Phosphat im Biofilm einlagern und dort zu festen Kristallen „ausgefällt“ werden.
Zahnstein entsteht vor allem an bestimmten Stellen: im Unterkiefer auf den Innenseiten der Schneidezähne sowie im Oberkiefer auf den Außenseiten der ersten beiden Backenzähne. In diesen Bereichen münden die Ausgänge der großen Speicheldrüsen, d.h. hier ist die Konzentration der genannten Mineralien am größten.
Sie haben Fragen zur Mundpflege? Wir beraten Sie gern.
Zur nächsten Januar-News: Warum sollte man Zahnlücken schließen?