April 2016 – Rheuma und Mundgesundheit
Die Parodontitis ist ein typisches Beispiel für die Wechselwirkung zwischen Mund- und Allgemeingesundheit. Die Zahnbettenzündung gefährdet nicht nur den Halt von Zähnen: Seit Langem sind Zusammenhänge zwischen der Parodontitis und allgemeinen Erkrankungen (Herz-/Kreislaufsystem, Diabetes) sowie mit Schwangerschaftskomplikationen bekannt.
Parodontitis verstärkt Rheumabeschwerden
Aktuelle Forschungsergebnisse legen außerdem nahe, dass auch zwischen Rheuma und der Parodontitis ein Zusammenhang besteht: Rheumatische Beschwerden können durch Entzündungen im Mund verursacht oder verstärkt werden, Gewebeschäden im Körper nehmen zu.
Verantwortlich dafür ist ein bestimmter Entzündungsstoff (das Enzym „aMMP8“), der bei der Parodontitis gebildet wird. Dieser schädigt also nicht nur das Gewebe im Umfeld des Zahnes, sondern im gesamten Organismus.
Rheuma erhöht das Entzündungsrisiko im Mund
Es besteht aber auch ein umgekehrter Zusammenhang: Das heißt, zumindest bei einigen Menschen, die an entzündlichem Rheuma leiden, ist das Risiko für die Entstehung von Zahnfleischentzündungen und Parodontitis erhöht.
Gute Mundhygiene und Prophylaxe besonders wichtig
Aus den genannten Gründen sind bei Rheuma eine sorgfältige eigene Mundhygiene, Vorsorgetermine beim Zahnarzt und Prophylaxemaßnahmen wie die regelmäßige professionelle Zahnreinigung besonders wichtig. Falls bereits eine Parodontitiserkrankung besteht, ist eine konsequente Behandlung erforderlich.
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