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November 2014 – Zahnstein begünstigt Entzündungen

Generell unterscheidet man weiche und harte Zahnbeläge sowie Auflageverfärbungen (vor allem durch Nikotin, Rotwein, Kaffee oder Tee). Weiche, bakterielle Zahnbeläge werden auch als „Biofilm“ bezeichnet. Sie bilden sich in unserem Mund täglich (innerhalb weniger Stunden) immer wieder neu und sind die Ursache für Karies und Parodontitis.

Darüber hinaus spielt jedoch auch Zahnstein („harter Belag“) eine Rolle bei der Entstehung von Erkrankungen, vor allem von Entzündungen. Die Gründe: Zahnstein erschwert die Zahnpflege. Er verhindert die sorgfältige Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürsten, weil er den Zugang „blockiert“. Außerdem können bakterielle Zahnbeläge auf der rauen Oberfläche des Zahnsteins leichter anhaften, in den Poren finden Bakterien zudem einen idealen Lebensraum. Besonders nachteilhaft wirkt sich dies am Zahnfleischrand aus, denn dort hat Zahnstein direkten Kontakt mit dem Zahnfleisch.

Zahnstein kann daher die Entstehung von Entzündungen begünstigen und trägt bei bereits bestehenden Entzündungen zum weiteren Fortschreiten bei.

Unsere Mundgesundheits-Tipps für Sie

  • Achten Sie auf eine gründliche häusliche Zahnpflege mit Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürstchen.
  • Zusätzlich sind professionelle Zahnreinigungen notwendig, um Biofilme auch an schwer erreichbaren Stellen zu entfernen. Diese Prophylaxemaßnahme hilft, Erkrankungen vorzubeugen und Zahnstein erst gar nicht entstehen zu lassen. Wo kein Biofilm vorhanden ist, kann sich auch kein Zahnstein entwickeln.
  • Lassen Sie eventuell vorhandenen Zahnstein regelmäßig beseitigen. Wir nennen Ihnen gern die individuell erforderlichen Zeitabstände.

Was ist Zahnstein und wie entsteht er?

Zahnstein wird auch als mineralisierter oder verkalkter Zahnbelag bezeichnet. Er bildet sich, wenn sich die im Speichel vorhandenen Mineralien Kalzium und Phosphat im Biofilm einlagern und dort zu festen Kristallen „ausgefällt“ werden.

Zahnstein entsteht vor allem an bestimmten Stellen: im Unterkiefer auf den Innenseiten der Schneidezähne sowie im Oberkiefer auf den Außenseiten der ersten beiden Backenzähne. In diesen Bereichen münden die Ausgänge der großen Speicheldrüsen, d.h. hier ist die Konzentration der genannten Mineralien am größten.

Sie haben Fragen zur Mundpflege? Wir beraten Sie gern.

 

Zur nächsten November-News: Warum man Zahnlücken schließen sollte