Mai 2014 – Weltnichtrauchertag am 31. Mai
Rauchen schadet nicht nur der Allgemeingesundheit, sondern auch Mund und Zähnen. Welche negativen Folgen können sich aber im Detail daraus ergeben? Wir nehmen den Weltnichtrauchertag am Donnerstag, den 31. Mai, zum Anlass, dazu einige wichtige Informationen zu geben. Lesen Sie dazu unseren Überblick:
Entzündliche Erkrankungen
Rauchen ist ein bedeutender Risikofaktor für Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und die Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis). Weiterhin ist der Krankheitsverlauf der chronischen Parodontitis bei Rauchern meist schwerer und die Behandlung problematischer. Die Folgen einer fortgeschrittenen Parodontitis: Die Erkrankung schädigt den Kieferknochen und führt langfristig zur Zahnlockerung. Betroffene Zähne müssen oft gezogen werden.
Außerdem sind Zusammenhänge zwischen der Parodontitis mit Herz-/Kreislauferkrankungen und Diabetes bekannt. Einige wissenschaftliche Studien geben Anlass zu der Annahme, dass die Parodontitis zudem das Risiko einer Frühgeburt oder eines zu geringen Geburtsgewichtes erhöht.
Wichtig: Bei Rauchern sind die Symptome einer Parodontitis in früheren Erkrankungsstadien oft weniger auffällig als bei Nichtrauchern (Zahnfleischbluten wird seltener bemerkt – schleichende Entzündungs- und Schädigungsprozesse sind oftmals trotzdem bereits vorhanden)
Erhöhtes Risiko für Mundhöhlen- und Rachenkrebs
Auch das Risiko an Mundhöhlen- und Rachenkrebs zu erkranken, ist bei Rauchern deutlich erhöht. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10.000, in Österreich ca. 700 Menschen an Tumoren in der Mundhöhle oder im Rachen. 95 Prozent davon sind Raucher. Tabakrauch enthält zahlreiche Substanzen, die krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Ein Rauchstopp könnte viele Fälle von Mundhöhlen-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs von vornherein verhindern.
Weitere mögliche Folgen des Rauchens sind:
- Verminderter Geruchs- und Geschmackssinn
- Vermehrte Zahnsteinbildung und damit ein erhöhtes Entzündungsrisiko des Zahnfleisches
- Zahnästhetik: dunkle Verfärbungen der Zähne
- Zahnfleischrückgang, dadurch freiliegende, empfindliche Zahnhälse mit erhöhtem Kariesrisiko und überlang wirkende Zähne
- Langsamere Wundheilung im Mund, weil die Tabakinhaltstoffe die körpereigene Immunabwehr schwächen
- Die langsamere Wundheilung kann weiterhin zu einer verzögerten Einheilung von Implantaten führen
- Rauchen begünstigt außerdem das Entstehen von Entzündungen im Bereich eines Implantates (Periimplantitis). Dies kann eine geringere Lebensdauer der Implantate zur Folge haben.
Unser Mundgesundheits-Tipp für Raucher:
Regelmäßige Kontrollbesuche in unserer Praxis sind wichtig, um eventuelle erste Anzeichen von Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches zu erkennen und diese früh behandeln zu können. Nehmen Sie die empfohlenen Vorsorgetermine wahr und lassen Sie sich von uns die für Sie individuell geeigneten Zeitabstände nennen.
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