April 2014 – Werden schlechte Zähne vererbt?
Jeder kennt es: Einige Menschen pflegen ihre Zähne vorbildlich mit Zahnbüste, Zahnseide und Interdentalbürsten, leiden aber dennoch unter Karies, Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis. Andere gehen scheinbar weniger sorgfältig vor, erfreuen sich aber bester Zahn- und Mundgesundheit.
Erbliche Faktoren haben Einfluss
Tatsächlich hat die Vererbung eine gewisse Auswirkung: Bei manchen Menschen ist der Zahnschmelz (die äußerste Schicht der natürlichen Zahnkrone) weniger widerstandsfähig und damit anfälliger für Karies. Bei vererbten sehr eng stehenden Zähnen oder Schiefstellungen entstehen leichter Schmutznischen, womit ein höheres Erkrankungsrisiko einhergeht.
Auch die Entstehung der Parodontitis, der Entzündung des Zahnhalteapparates, wird durch eine erbliche Veranlagung begünstigt: Bei einem Teil der Bevölkerung reagiert das Immunsystem intensiver auf bakterielle Beläge – mit einer Entzündungsreaktion. Entsprechend ist das Erkrankungsrisiko höher, wenn ein Elternteil oder beide an Parodontitis leiden.
Gesunde Zähne und Zahnfleisch sind dennoch selten Schicksal
Entscheidender für die Zahngesundheit ist jedoch, wie gut die Zähne gepflegt werden – denn die Auslöser von Karies und Parodontitis sind Bakterien. Entsprechend müssen bakterielle Beläge täglich entfernt werden. Weiterhin spielen Kontrolltermine und zahnärztliche Prophylaxemaßnahmen wie die regelmäßige professionelle Zahnreinigung eine zentrale Rolle. Letztere ist vor allem deshalb wichtig, weil dabei bakterielle Beläge auch an Stellen entfernt werden, die man selbst nicht erreicht. Schließlich haben noch die individuellen Ernährungs- und Genussmittelgewohnheiten Einfluss auf die Mundgesundheit.
Zu eigenen und zahnärztlichen Vorsorgemaßnahmen beraten wir Sie gern persönlich.
Zur nächsten April-News: Parodontitis: Hätten Sie es gewusst?